Steil, steiler, La Palma!

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Kilometerstand bei Kauf: ca. 37.000 km
Kilometerstand am 10. Januar: 43.688 km
Kilometerstand am 22. Januar: 43.906 km

Gefahrene Routen:
La Salemera – Fuencaliente
Fuencaliente – Tazacorte
Tazacorte – Puntagorda
Puntagorda – Charco Azul

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Von La Salemera nach Fuencaliente

Am Leuchtturm von La Salemera endete der letzte Beitrag.
Leider ging es Christian die ersten Tage nach der Fährfahrt von Teneriffa nicht sonderlich gut. Der Verdacht lag bei einer Lebensmittelvergiftung. Ein paar ruhigere Tage ohne viel Unternehmungen standen an.

Zum Glück war er nach ein paar Tagen wieder wohlauf und wir konnten die Reise fortsetzen.

Was ist besser als ein Leuchtturm? Zwei Leuchttürme!
Nach dieser Devise ging es weiter Richtung Süden in die Gemeinde Los Canarias, zu welcher auch Fuencaliente gehört.

…bevor aber es zu den Leuchttürmen geht wollen wir einen Abschnitt der Vulkanwanderung – Ruta de los volcanes – gehen.

Auf knapp 800 Höhenmetern, wo die Wanderung startete, kann man abends bei 10°C Außentemperatur auch mal den Kamin schüren :).

Der Rundweg mit 20 km Länge – für welchen wir uns entschieden – führte uns auf etwa 1.800 m ü. NN auf den Volcán de Martín. Mit spektakulären Ausblicken, auch auf andere Inseln wie Teneriffa (mit schneebedecktem Teide) sowie La Gomera.

Auch zwei Raben verfolgten uns ein paar Meter. Ob da wohl jemand Hunger hatte? 🙂


Nach einer vergleichsweisen kalten Nacht ging es am nächsten Tag zum südlichsten Punkt der Insel: zu den Salinen von Fuencaliente.

Da waren sie nun endlich: die beiden Leuchttürme.

…das erste Foto: der Ausblick aus dem Schlafzimmer. Hier verbrachten wir ein paar Nächte. Es war einfach zu schön!

Einen Rundweg über die Salinenbecken (noch heute wird hier das Salz nach alter Tradition gewonnen), sowie eine weitere Wanderung über Vulkangebirge durften nicht fehlen.

Am zweiten Tag begrüßte uns ein hübscher Vierbeiner. Nach einer Schüssel frischem Trinkwasser war er besser gelaunt.
Der Platz in unserer Hundehöhle wäre noch frei :).

Auch Lavaröhren/-Tunnel schauten wir uns an. Eine geführte Tour durch die Caños de Fuego können wir „wärmstens“ empfehlen. Die Lavaröhren die bei dem Ausbruch 2021 entstanden sind, wohl etwa 6km, sind jetzt – nach 5 Jahren – immer noch um die 500°C warm. Diese kann man frühestens in ca. 50 Jahren begehen.

Wir haben uns lieber in Lavaröhren aus dem Vulkanausbruch in den ’70 er Jahren begeben.


Tazacorte und Umgebung

In Tazacorte – Richtung Nordwesten der Insel – verbrachten wir die nächsten Nächte.

Hauptgrund war die Wanderung Caldera de Taburiente (Vulkankessel von Taburiente).
Da wir hörten das die Wanderung ziemlich anspruchsvoll und bis zu 10 Stunden dauern kann, entschieden wir uns für ein ziemlich frühes Aufstehen.
Die ersten sechs Kilometer mit 800 Höhenmetern Unterschied wollten wir uns nicht – wie manch‘ anderer – per Taxi hochfahren lassen :).

Gegen kurz nach 6 Uhr, mit Stirnlampen ausgestattet, ging die Tour im Dunkeln los.

…ein Sonnenaufgang kann auch sehr schön sein.

Leider wurde der Regen im Anschluss immer stärker. Die letzten Kilometer sollte der Wanderweg durch ein Flussbett gehen.
An diesem Tag war diese Strecke jedoch, verständlicherweise, gesperrt.
Also wieder den ganzen Weg zurück…

…barfuß durchs Wasser. Es gab keinen anderen Weg. Bei der nicht zu vernachlässigen Strömung merkt man jedes entgegenkommende Geröll sehr. Eine – teils leicht schmerzhafte – Erfahrung und Abenteuer waren es wert ;).

Nach knapp zehn Stunden, 29 km und 1.450 zurückgelegten Aufstiegsmetern waren wir ziemlich platt.

Bereit zur Abfahrt.
…wohl nicht ganz. Ein dicker Stein steckte zwischen der Zwillingsbereifung. Mit bloßen Händen und sogar einem Hammer konnte sich der Brocken nicht lösen.

Also Wagenheber angesetzt, Reifen demontiert und den Stein entfernt.
Genau das, was man nach so einem Spaziergang braucht :).

Zum Glück sind beide Reifen unversehrt geblieben – das ist das Wichtigste. Also haben nur wir „platt“ gemacht.

Zurück in Tazacorte verbrachten wir einen ruhigen Abend zwischen Bananen. Die Stranddusche war eine Wohltat.

Über dem Tunnel, rechts: da steht der Bus.
Gefühlt waren hier nur deutsche Urlauber unterwegs und wir bekamen viele neugierige Blicke und auch das ein oder andere Lob ab.

Auch ein paar tolle Bekanntschaften ergaben sich auf dem kleinen Platz.


Ahoi! Die Piraten kommen!

Auf dem Weg nach Puntagorda stand die nächste Wanderung an: das Fischer-/Piratendorf Porís de Candelaria.

Heutzutage ist das Dorf größtenteils – bis auf die ein oder andere Sommerzuflucht – unbewohnt.
Das mit dem Übersetzen üben wir wohl noch mal…

Wobei: ganz unbewohnt auch nicht. Einige schöne Samtpfoten sind unterwegs.

Was auf so einer Reise (leider) auch sein muss: Wäsche waschen. Wir müssen ja nicht nur die schönen Seiten zeigen :).


Höher, schneller, weiter!

…naja – eher nur das erstere :).

Auf dem Weg Richtung Osten fuhren wir die Straße LP-4 über den Roque de los Muchachos. Die mit 2.426 m höchste Ergebung von La Palma.

Eine Premiere! So hoch sind wir mit unserem Bus noch nicht gefahren :).

Unser Display meinte: wir sind weit oben! Dann kamen noch um die 400 Höhenmeter dazu.

Außerdem fanden wir schöne, große Spiegel weit oben. Wer die wohl dort vergessen hat?
Die wären sicher auch als Außenspiegel für unser Fahrzeug schön. Oder am Morgen beim Zähneputzen? :).

Es sind natürlich Spiegelteleskope, welche zum Observatorium gehören.

Eigentlich wollten wir hier eine Nacht weit oben verbringen und den atemberaubenden Sternenhimmel bewundern, jedoch waren bereits fast alle (ziemlich kleinen) Stellplätze belegt. Ganz in Schräglage muss die Nacht ja auch nicht geschlafen werden.

Also ging es wieder herunter Richtung Nordosten nach:

Charco Azul

Im Ort gibt es schöne Naturschwimmbecken die einen Besuch wert sind.


Mal wieder ein längerer Beitrag. Wir hoffen, er hat euch nicht gelangweilt :).

Wenn alles nach Plan läuft steht Ende kommender Woche die Reise auf eine andere kanarische Insel – La Gomera – an.

Vorher müssen wir noch unser Wanderziel, 100 km auf La Palma, schaffen. Derzeit liegen wir bei 87 Kilometern :).

Bis Bald ihr lieben!